Home-Office: Schön für die Mitarbeiter!

06.03.2020

...auch aufgrund von Fachkräftemangel überlegen Geschäftsführungen wie Sie es den Mitarbeitern „angenehmer“ gestalten können.
Daher bekommen immer mehr Unternehmen die Anfrage in Richtung Home-Office. Klingt erst einmal gut, sollte aber trotzdem gut durchdacht werden.

Fall 1:
Eine ihrer Mitarbeiterin aus der Marketingabteilung überlegt eine neue Werbekampagne. Hierfür wird kreativer Freiraum benötigt. Also ist doch das Home-Office bestens geeignet.
So sitzt ihre Mitarbeiterin zu Hause und arbeitet an Entwürfen, die natürlich auch ausgedruckt werden.
Da es sich um eine konkrete kundenspezifische Werbung handelt, werden Steckbriefe mit den wichtigsten Daten bestehender Kunden genutzt.
Was die Mitarbeiterin allerdings nicht bemerkt, ihre Kinder studieren die Steckbriefe der Kunden sehr intensiv.

Fall 2:
Ein Mitarbeiter aus dem Einkauf kann ganz in Ruhe im Home-Office die Angebote gegenüberstellen und vergleichen.
Die Angebote enthalten neben personenbezogenen Daten auch Daten, für die die Geschäftsführung eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterschrieben hat.
Am Ende des Tages werden die Angebote, die nicht zum Tragen kommen, in den normalen Papiermüll geschmissen.
Er ist froh, dass er zu einem Ergebnis gekommen ist und bemerkt durch die Euphorie nicht den Fehler.

Fall 3:
Eine Mitarbeiterin aus der Buchhaltung kann sich aufgrund Baulärm schlecht konzentrieren und entscheidet die notwendigen Arbeiten im Home-Office durchzuführen.
Da es an diesem Tag sehr heiß ist, arbeitet sie in Ihrem Garten. Zu einzelnen Buchungen gibt es noch Fragen und so telefoniert sie mit Kunden und Mitarbeitern.
Aufgrund der engen Bebauung und des schönen Wetters (ihre Nachbarn sind ebenfalls zu Hause) bekommen die Nachbarn jedes Wort mit und erfahren nicht nur um wen es geht, sondern auch teilweise Firmengeheimnisse.
Die Mitarbeiterin weiß nicht, dass ihr Nachbar bei der Datenschutzaufsicht arbeitet und dies als Indiz für eine Prüfung des Unternehmens heranzieht.

Fazit
Es ist egal, ob es ein Nachbar ist, der bei einer Datenschutzaufsicht arbeitet, oder ein „normaler“ Bürger, dem einfach nur das Verhalten der Buchhalterin missfällt und sich beschwert.
Diese drei Fälle zeigen keineswegs ungewöhnliche Situationen. Da die Geschäftsführung für die gesamte Verarbeitung von Daten (nicht nur personenbezogen) verantwortlich ist, ist es wichtig, dass Regelungen bzw. Festlegungen getroffen werden.
Es geht hierbei nicht um Streichung von Freiheiten, es geht hier um Vermeidung von Stress. Auch für die Mitarbeiter.
Natürlich ist es selbst verständlich, dass regelmäßige Schulungsmaßnahmen eingeplant werden.
Bei den einen Unternehmen ist es das Home-Office, bei anderen Unternehmen heißt es „mobiles Arbeiten“.

Es bleibt spannend!

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